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Long COVID: Unterstützende Ansätze bei anhaltenden Beschwerden

14 Min. LesezeitVon Markus Spiegelhalder

Long COVID kann mit anhaltender Erschöpfung, Konzentrationsstörungen und weiteren Beschwerden verbunden sein. Dieser Artikel gibt einen Überblick über diskutierte Mechanismen, unterstützende Alltagsmaßnahmen und IHHT als ergänzenden Ansatz.

Sie fühlen sich Wochen oder Monate nach einer COVID-19-Infektion immer noch erschöpft? Der normale Alltag wird zur Herausforderung, Konzentration fällt schwer, und einfache Aufgaben rauben Ihnen die letzte Energie? Long COVID ist ein reales, ernstzunehmendes Krankheitsbild. Verschiedene Maßnahmen können den Umgang mit den Beschwerden und die Regeneration unterstützen.

Was ist Long COVID und wie entsteht es?

Long COVID, auch Post-COVID-Syndrom genannt, bezeichnet Beschwerden, die mindestens vier Wochen nach einer COVID-19-Infektion bestehen bleiben oder neu auftreten. Schätzungen zufolge sind etwa 10 bis 20 Prozent der Infizierten betroffen[1].

Die Symptome sind vielfältig und betreffen verschiedene Organsysteme:

  • Erschöpfung und Fatigue: oft das belastendste Symptom
  • Konzentrations- und Gedächtnisstörungen: auch „Brain Fog“ genannt
  • Atemnot und Herzrasen: besonders bei Belastung
  • Muskelschmerzen und Gelenkbeschwerden
  • Schlafstörungen
  • Neurologische Symptome wie Kopfschmerzen oder Taubheitsgefühle

Was sind die Ursachen von Long COVID?

Die Forschung zu Long COVID steckt noch in den Anfängen, aber mehrere Mechanismen werden diskutiert:

Gestörte Mitochondrienfunktion

SARS-CoV-2 kann direkt in Zellen eindringen und die Funktion der Mitochondrien beeinträchtigen. Diese Energiekraftwerke sind essenziell für die ATP-Produktion. Sind sie geschädigt, fehlt den Zellen die Energie, was die tiefe Erschöpfung bei Long COVID erklärt[2].

Persistierende Entzündungsprozesse

Bei vielen Long-COVID-Klienten finden sich auch Wochen nach der akuten Infektion noch erhöhte Entzündungsmarker. Diese chronische, unterschwellige Entzündung belastet den gesamten Organismus und verbraucht Energie.

Schäden an den Blutgefäßen

Das Virus kann das Endothel, die innere Auskleidung der Blutgefäße, schädigen. Das beeinträchtigt die Durchblutung und Sauerstoffversorgung verschiedener Organe, was zu den vielfältigen Symptomen beiträgt.

Wie wird Long COVID in der Schulmedizin behandelt?

Die schulmedizinische Behandlung konzentriert sich derzeit vor allem auf die Linderung einzelner Symptome: Schmerzmittel, Physiotherapie, Psychotherapie oder Rehabilitationsprogramme. Spezifische Medikamente gegen Long COVID gibt es bislang nicht.

Diese Maßnahmen behandeln einzelne Beschwerden, erfassen jedoch nicht immer alle diskutierten Mechanismen von Long COVID. Ergänzende Ansätze können weitere Faktoren berücksichtigen.

Welche ergänzenden Ansätze werden diskutiert?

IHHT: Zelltraining für die Regeneration

Das Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Training (IHHT) wird als ergänzender Ansatz bei Long COVID untersucht. Die Methode setzt unter anderem an mitochondrialen Anpassungsprozessen an:

  • Mitochondriale Anpassung: Hypoxiereize werden im Zusammenhang mit Mitochondrienbiogenese und Mitophagie untersucht.
  • Sauerstoffverwertung: Kontrollierte Intervalle setzen Reize für zelluläre Anpassungsprozesse.
  • Gefäßreaktionen: Mögliche Einflüsse auf die vaskuläre Anpassung sind Gegenstand der Forschung.
  • Entzündungsprozesse: Auch mögliche Effekte auf Immun- und Entzündungsreaktionen werden untersucht.

Eine klinische Studie an Long-COVID-Klienten zeigte nach 15 IHHT-Sitzungen signifikante Verbesserungen der Fatigue-Symptomatik und der kognitiven Leistung im Vergleich zur Kontrollgruppe[3].

Entzündungshemmende Ernährung

Was Sie essen, beeinflusst die Entzündungsaktivität im Körper. Eine antiinflammatorische Ernährung kann die Regeneration unterstützen:

  • Omega-3-Fettsäuren aus Fisch, Leinsamen oder Walnüssen
  • Antioxidantien aus bunten Gemüsesorten und Beeren
  • Curcumin aus Kurkuma: stark entzündungshemmend
  • Vermeidung von stark verarbeiteten Lebensmitteln und Zucker

Gezielte Nährstoffergänzung

Bestimmte Nährstoffe können die mitochondriale Funktion und das Immunsystem unterstützen. Zu den wichtigsten gehören:

  • Vitamin D3: wichtig für das Immunsystem (Blutspiegel prüfen)
  • Coenzym Q10: essenziell für die Energieproduktion in den Mitochondrien
  • B-Vitamine: besonders B12, B6 und Folat für die Zellteilung
  • Magnesium: an über 300 enzymatischen Reaktionen beteiligt
  • Zink und Selen: wichtig für die Immunfunktion

Wichtig: Nahrungsergänzung sollte immer individuell und nach ärztlicher Rücksprache erfolgen. Ein Zuviel kann schaden.

Schlaf und Stressmanagement

Regeneration findet vor allem im Schlaf statt. Guter Schlaf ist bei Long COVID essenziell, aber oft gerade das Problem. Diese Maßnahmen können helfen:

  • Regelmäßige Schlafenszeiten einhalten
  • Bildschirmzeit mindestens eine Stunde vor dem Bett reduzieren
  • Kühle, dunkle Schlafumgebung schaffen
  • Entspannungstechniken wie Meditation oder Atemübungen
  • Pacing: Energie einteilen und Überlastung vermeiden

Welche Prozesse werden im Zusammenhang mit IHHT untersucht?

Die Forschung betrachtet mehrere mögliche Anpassungsbereiche:

Mitochondriale Anpassung

Kontrollierte Sauerstoffintervalle setzen Reize, die mit Mitochondrienbiogenese und Mitophagie in Verbindung stehen.

Energieproduktion

Mögliche Auswirkungen auf den mitochondrialen Energiestoffwechsel werden wissenschaftlich untersucht.

Durchblutung

Hypoxiereize können vaskuläre Anpassungsprozesse beeinflussen.

Immunmodulation

Mögliche Effekte auf Immun- und Entzündungsprozesse sind Gegenstand aktueller Forschung.

Was berichten Klienten aus der Praxis?

Seit 2020 begleiten wir zunehmend auch Menschen mit Long-COVID-Beschwerden.

  • Klienten berichten nach mehreren Sitzungen unter anderem von Veränderungen bei Fatigue, Konzentration und Belastbarkeit.
  • Zeitpunkt und Ausmaß unterscheiden sich individuell.

Wichtig: Jeder Mensch ist anders und Ergebnisse können variieren. IHHT kann abhängig von der individuellen Situation als ergänzender Baustein berücksichtigt werden.

Häufig gestellte Fragen zum Zelltraining bei Long COVID

Wie lange können Long-COVID-Beschwerden anhalten?

Der Verlauf ist individuell. Begleitende Maßnahmen können die Regeneration unterstützen, ohne eine bestimmte Dauer zu garantieren.

Können Long-COVID-Beschwerden vollständig zurückgehen?

Bei manchen Betroffenen bilden sich die Beschwerden vollständig zurück. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt vom individuellen Verlauf ab.

Ist IHHT auch nach einer COVID-Impfung sinnvoll?

Allein aus einer zurückliegenden COVID-Impfung ergibt sich keine allgemeine Empfehlung für IHHT. Entscheidend sind die aktuelle Situation und eine medizinische Abklärung möglicher Beschwerden.

Was kostet ein IHHT-Zelltraining bei Long COVID?

Eine Einzelsitzung kostet 89 Euro. Zusätzlich stehen eine 10er-Karte für 790 Euro und eine 15er-Karte für 1.090 Euro zur Verfügung. Welcher Umfang sinnvoll ist, wird individuell besprochen.

Kann ich Long COVID selbst behandeln?

Ein gewisser Selbstmanagement-Anteil ist wichtig: Pacing, Ernährung, Schlaf und Stressmanagement. Ob ergänzend ein Verfahren wie IHHT sinnvoll ist, sollte individuell und unter Berücksichtigung der bisherigen medizinischen Abklärung entschieden werden.

Gibt es Risiken bei IHHT nach COVID-19?

Vor dem Start werden mögliche Gegenanzeigen und Vorerkrankungen geklärt. Bei kardialen Beschwerden oder stark reduzierter Belastbarkeit ist eine ärztliche Abklärung erforderlich.

Fazit: Individuelle Kombination verschiedener Maßnahmen

Long COVID erfordert häufig eine individuell abgestimmte Kombination verschiedener Maßnahmen.

Ernährung, Nährstoffversorgung, Belastungssteuerung und ergänzende Verfahren wie IHHT können dabei berücksichtigt werden.

Wissenschaftliche Quellen und weiterführende Informationen

MS

Markus Spiegelhalder

Gründer und Leiter der Previum Lounge. Spezialisiert auf zelluläre Regeneration und IHHT. Über 800 Klienten begleitet.

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Wir hören zu, ordnen Ihre Situation ein und sagen Ihnen klar, welcher nächste Schritt sinnvoll ist.

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